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Sich kennen lernen und miteinander vertraut machen – das läuft bei Musikern in der Regel über Songs die es schon gibt. Die Gitarre spielt ein bekanntes Riff, Bass und Schlagezeug setzen ein und im Laufe der Jam-Session springt der Funke über oder eben nicht. So oder so ähnlich lief es wahrscheinlich auch bei Gruppa Karl-Marx-Stadt, als Alexey und Julian 2012 erstmals für ein Bandprojekt zusammensaßen. Sie lieferten die Rhythmus- und Bläsereinheit, wenig später gesellten sich Stephan und Thomas hinzu. Gruppa Karl-Marx-Stadt war geboren und widmete sich fortan zunächst Coversongs der russischen Skacore-Band Leningrad, benannt nach dem ehemaligen Namen der Stadt Sankt Petersburg. Nicht die einfachste Aufgabe, wenn man bedenkt, dass sich der eingängige Ska der Band auf einer Mixtur vielfältiger Einflüsse aufbaut: Russische Folklore trifft auf Rock, Hip Hop und Metal. Leningrad ist allerdings auch nicht die schlechteste Wahl, um sich der Materie „Balkan-Pop und Russendisko“ anzunähern. Schließlich gehört der vierstimmige Bläsersatz zu den Markenzeichen der Combo. So verwundert es auch nicht, dass sich Gruppa Karl-Marx-Stadt auf ihrer ersten Platte „Budem Weselitsja“ vorwiegend auf Coverversionen der 1997 gegründeten Band konzentriert. Sprachbarrieren? Fehlanzeige, denn Frontmann Alexey ist im sibirischen Omsk beheimatet und kam Anfang der 2000er Jahre nach Chemnitz. Die Vocals mit dem typisch gerollten „r“ stellten bei den Aufnahmen zum Debüt also kein Problem dar. Ebenso kann sich die Instrumentierung der Coversongs hören lassen, auch wenn sich Gruppa Karl-Marx-Stadt bei der Umsetzung mit einer Mammutaufgabe betraute: Denn die Songs einer zehnköpfigen Band muss man mit einer Handvoll Instrumenten erst einmal so arrangieren, dass sie nichts an ihrer Fülle einbüßen. Das gelingt dem Quartett erstaunlich gut. Im Ergebnis liefern die Jungs ein Balkan-Pop-Debüt, dass erahnen lässt, welches Potenzial künftige Aufnahmen entfalten könnten. Und wer glaubt, dass man bei einer Platte mit russischen Texten ohne sprachliche Vorkenntnisse nicht mitsingen kann, irrt gewaltig. Spätestens nach dem dritten Hören der Platte bleiben die meisten Refrains haften und werden mitunter als Ohrwurm zum Alltagsbegleiter.

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